Vom 23. Mai bis 02. Juni 2019 findet das Wildwuchs Festival statt.

Im Rahmen des Wildwuchs Festivals in Basel veranstalten wir zusammen mit dem Migros-Kulturprozent eine Residency-Plattform für jüngere Kunstschaffende. Das Residenzprojekt watch&talk ist ein Luxusmoment des unproduktiven Denkens: Sechs im Vorfeld ausgesuchte Teilnehmer*innen aus Deutschland und der Schweiz treffen sich am Wildwuchsfestival. Der Fokus der Gruppe liegt auf dem Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Erfahrungen während des Festivals. watch&talk verfolgt kein festes Ziel, es müssen keine Ergebnisse produziert werden. An 10 intensiven Tagen schaut sich die Gruppe alle Veranstaltungen des Festivals gemeinsam an, spricht mit Regisseur*innen und Künstler*innen, tauscht sich über das Gesehene aus und teilt Erfahrungen aus der eigenen künstlerischen Praxis (diese Gesprächsrunden sind nicht öffentlich).

Ein Projekt von Migros-Kulturprozent. Siehe auch: https://www.migros-kulturproze...

Die eingeladenen Gäste sind dieses Jahr:

Tamara Rettenmund

Tamara Rettenmund lebt in Berlin als Regisseurin, Performancekünstlerin, Tänzerin und Illustratorin. Sie studierte in Oakland und San Francisco Tanz und Participatory Arts, sowie Theater in Amsterdam und Raumstrategien an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin.Mit der Künstlerin und Bühnenbildnerin Amelie Hensel gründete sie 2005 das Künstlerkollektiv „Kornblum-Rettenmund“, das an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Performance den Raum erforscht.

Aline Stäheli

Aline Stäheli befindet sich zurzeit im Masterstudium der Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Bereits im Rahmen ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit der Frage, wie sich eine psychische Beeinträchtigung auf Betroffene und Angehörige auswirkt.

Nora Wyss

Nora Wyss studierte Soziologie, Kunstgeschichte und Gender Studies in Basel. Ihr zweites grosses Interesse gilt dem Tanz.
Sie sieht die Aufgabe von Kunst darin, neue Gegenmodelle und Realitäten zu entwerfen und so erstaunt es nicht, dass sie sich ausserdem mit grossem Engagement der politischen Arbeit für feministische und antirassistische Anliegen und der Drogenaufklärung verschrieben hat.

Konrad Wolf

Konrad Wolf studierte von 2014 bis 2018 am Mozarteum Salzburg bei Amélie Niermeyer Regie. Sein Interesse an inklusiven Ensembles vertiefte er in einer "Ödipus"- Inszenierung mit einem Chor aus blinden Laiendarsteller*innen aus Salzburg und Schauspielstudierenden des Mozarteums und in dem Expertenprojekt "Objektiviert Uns!" zum Thema Sexualität und Behinderung, das zum Körber Studio Junge Regie 2018 nach Hamburg eingeladen wurde.

Tom Kramer

Der gebürtige Hamburger entwickelte bereits in seinem Schauspielstudium an der Hochschule der Künste Bern eigene und kollektive Projekte, die er weiterbetreibt, seit 2015 neben Engagements am Theater Basel, am KonzertTheater Bern und aktuell als festes Ensemblemitglied am TOBS (Theater und Orchester Biel/Solothurn). Die Themen des Wildwuchsfestivals liegen ihm sehr am Herzen, da er nach dem Abitur seinen Zivildienst an einer Schule für Kinder mit Behinderungen absolviert hat.

Jana Zöll

Die in Leipzig wohnhafte Schauspielerin und Performancekünstlerin, die durch ihre Glasknochenkrankheit im Rollstuhl sitzt, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der AdK Ulm.
Von 2014 bis 2017 hatte sie ein Festengagement am Staatstheater Darmstadt inne.

Sie spielte unter anderem in dem Film „Alles wird gut“ von Niko von Glasow.


Mirjam Gasser (Moderation)

Mirjam Gasser studierte mehrsprachige Kommunikation an der Universität Genf und im Master Politikwissenschaften mit Schwerpunkt internationale Beziehungen in Genf und Madrid. Sie arbeitete u.a. beim Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

Für das Wildwuchs Festival war sie Jurymitglied für die Auswahl der Künstlergruppen für den BRK-Parcours. Mirjam Gasser lebt mit einer spinalen Muskelatrophie.