Vom 23. Mai bis 02. Juni 2019 findet das Wildwuchs Festival statt.

Ein schwarzer Mann kniet auf der Bühne. Neben ihm ausgestreckt und offensichtlich unfähig sich zu bewegen ein anderer Mann. Hinter ihnen ein Stuhl und ein umgekippter Rollstuhl.
© Jean Noël Enilorac
Von:
Format:
Tanz
Publikumsgespräch im Anschluss
Sprache:
Französisch mit deutschen Übertiteln
Dauer:
30 Minuten
Preis:
15 CHF

Zugänglichkeit

Übersetzung in DSGS

Rollstuhlgängig

Deutsche Übertitel

Inhalt

Mit «Ma vie sans bal» nähern sich die beiden Darsteller aus La Réunion dem Thema Behinderung auf spielerische Weise. Sie möchten zeigen, dass es ganz verschiedene Perspektiven gibt. Sie wünschen sich, dass alle Menschen tanzen. Jeder und jede so, wie es der eigene Körper ermöglicht.
Die beiden Performer haben viele Jahre Erfahrung im Bereich des integrativen Tanzes. Sie finden auf der Bühne Worte und Bewegungen, die zeigen, dass hinter dem Begriff «Behinderung» eine vielfältige Welt steckt. Diese Welt zeigen sie ehrlich, herausfordernd und zukunftsweisend. Sie stellen auch Fragen: Sind wir eine Gesellschaft, in der alle ihren Platz finden können? Wo gibt es Barrieren? «Ma vie sans bal» zeigt, wie Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt auf einer Bühne auftreten können.

Zwei Männer auf der Bühne. Im Hintergrund der Ältere, der auf einem Stuhl sitzt, neben ihm ein Rollstuhl. Vorne der jüngere Mann, der auf dem Boden sitzt und die Arme unter das T-Shirt eingeklemmt hat.
© Jean Noël Enilorac
Zwei Männer kniend nebeneinander auf der Bühne.
© Jean Noël Enilorac

Biografien

Eric Languet

Geboren 1962, wuchs er auf der Insel la Réunion auf und entwickelte eine integrative Tanzpädagogik. Er studierte an der „CNR“ in Rueil-Malmaison und fasst eine klassische Tanzausbildung ins Auge, die ihn an die Pariser Oper und ans „Royal New-Zealand Ballet“ führt, wo er zum „danseur étoile“ (Primaballerina) und zum Hauschoreographen ernannt wird. Sein Stil wird beeinflusst durch Arbeiten von Jiri Kylian, William Forsyte et Douglas Wright.

Am „Meryl Tankard Australian Dance Theatre“, erprobt er mit Mark Tompkins eine auf Improvisationen beruhende Art der Komposition und ein Körpertheater mit dem « Zéro Théâtre“.

1998 gründete er die Tanzkompagnie „Danses en L’R“, deren Stücke sich durch menschliche Gesten mit dem Individuum und seiner Stellung in der Gesellschaft befassen – die verschiedenen Ausdrucksmittel, Wort, Bild, Bewegung, stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander.

Credits

Choreographie, Text

Éric Languet

Regie

Nicolas Givran

Darsteller:

Eric Languet, Wilson Payet

Produktion: Danses en l’R – Cie Eric Languet
Koproduktion: Le Séchoir