Vom 23. Mai bis 02. Juni 2019 findet das Wildwuchs Festival statt.

Eine schwarze Frau im Tütü stützt sich seitlich auf einer Hand am Boden der Bühne ab.
© Fernando Nhavene
Von:
Maria Tembe & Panaibra Gabriel Canda
Format:
Tanz
Publikumsgespräch im Anschluss
Sprache:
Portugiesisch mit deutschen Übertiteln
Dauer:
35 Minuten, Publikumsgespräch im Anschluss
Preis:
15 CHF
Zusatzinformation:
«Solo for Maria» wird nach «Une bouche» gezeigt. Das Ticket gilt für beide Shows.

Zugänglichkeit

Rollstuhlgängig

Deutsche Übertitel

Inhalt

«Solo für Maria» erzählt, wie Frauen in Mosambik leben. In einem Spannungsfeld zwischen persönlichem Glück, gesellschaftlichen Erwartungen und realer Gewalt. Ausgangspunkt für das Solo von Maria Tembe ist ihre eigene Biographie.
Ihre Bewegungen unterscheiden sich von dem, was wir kennen. Maria setzt sich den Blicken des Publikums bewusst aus. Gleichzeitig wirft sie die Blicke auch mit grosser Kraft zurück. In der Choreographie von Panaibra Canda geht es um Frauenrechte und Gewalterfahrungen. Mit ihrem Tanz wendet sich Maria gegen beengende Regeln und gesellschaftliche Vorstellungen. Dabei schafft sie eine unverwechselbare Atmosphäre. Sie lässt einen Raum intensiver und schonungsloser Intimität und Nähe entstehen.

Solo For Maria 3 C Fernando Nhavene Web
© Fernando Nhavene
Solo For Maria 5 C Fernando Nhavene Web
© Fernando Nhavene

Biografien

Maria Domingos Tembe

geboren in Maputo, Mosambik, erhielt ihre Ausbildung im zeitgenössischen Tanz im Rahmen des Projekts (In)Dependence von CulturArte bei den Choreografen Panaibra Canda, Martial Chazalon, Martin Champaut, Boyzie Cekwana und Carlos Pez. Sie trat als Tänzerin u.a. in (in)dependence (2007) und Borderlines (2010) von Panaibra Canda (2007) auf sowie in Inkomati (des)accord (2009) von Panaibra Canda und Boyzie Cekwana. Diese Arbeiten wurden u.a. in Maputo, La Réunion, am HAU Hebbel am Ufer Berlin und beim Global DanceFest, New Mexico gezeigt. Als Schauspielerin war Maria Tembe im Film the corpo e alma (2010) von Mattheau Bron tätig. (theaterformen)

Panaibra Gabriel Canda

absolvierte eine Ausbildung in den Bereichen Theater, Tanz und Musik. An der Schule Danças Na Cidade in Lissabon setzte er seine Tanzausbildung fort. Seit 1993 entwickelt Canda eigene künstlerische Arbeiten und gründete 1998 in Maputo die Organisation CulturArte. Dort baute er außerdem ein Ausbildungsprogramm zur Förderung der regionalen Tanzszene auf. Neben der Zusammenarbeit mit Künstler_innen aus Südafrika und Europa ist er auch an spartenübergreifenden Kollaborationen beteiligt. Seine Arbeiten wurden international gezeigt und ausgezeichnet. Im Rahmen von Precarious Bodies war er mit Time and Spaces: The Marrabenta Solos und mit Inkomati (des)accord beim Festival Tanz im August 2013 im HAU Hebbel am Ufer zu Gast. (theaterformen)

Credits

Konzept

Panaibra Gabriel Canda

Künstlerische Mitarbeit und Performance

Maria Tembe

Licht

Caldino Jose

Licht: Künstlerische Assistenz

Vasco Mirine

Musik

„Strange Fruit“ von Billie Holiday, „Rape Me“ von Kurt Cobain, „Ave Maria“ von Bobby Macferrin

Panaibra Gabriel Canda/CulturArte
Eine gemeinsame Veranstaltung des Wildwuchs Festival und IntegrART, ein Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent.